Cathedral Cove Beach
Hotwater Beach
Ed+Wally preparing
Caught fish
Coromandel Peninsula
13.12.2005 von Carsten

Teil1 von Doreen

Über einen Zeitungsmitarbeiter haben wir mal wieder ein Häuschen gemietet. Diesmal im Örtchen Tairua in Coromandel an der Ostküste. Um die Zeit voll auszunutzen, fuhren wir bereits nachts nach meiner Spätschicht los und kamen kurz nach vier am Freitagmorgen dort an.

Unsere Bleibe war ein nettes geräumiges Haus mit großem Wohnzimmer und Wohnküche, zwei Schlafzimmern, Bad, großer Terrasse und einem netten kleinen Grundstück.


Cathedral Cove

Nachdem wir nun ziemlich lang geschlafen und ausgiebig gefrühstückt haben, suchten wir im Reiseführer nach einer Aktivität für den Nachmittag, denn bis zum Abend mussten wir zurück sein, da Aranza mit ihrer Familie anreisen wollte. Wir entschieden uns für einen Küstenspaziergang in der Nähe von Hahei, einem Küstenort der etwa eine halbe Stunde nördlich von unserer Unterkunft lag.

Bereits die Fahrt dorthin führte duch malerische Landschaften, durch dichte grün bewachsene Berge von welchen man immer wieder den Blick aufs blaue Meer mit Felsküste und kleinen Inseln hatte. Die Dauer der Wanderroute war mit etwa 45 Minuten angegeben, allerdings gab es immer wieder ein paar Abzweigungen, welche in kleine Buchten mit einsamen Stränden führten, von denen man gar nicht wieder weg wollte.

Am Ende der Route gelangte man dann zur Cathedral Cove. Eine schmale Holztreppe führt hinunter zur Bucht, welche von Felsenwänden umgeben ist, von denen wiederum Bäume schräg in die Luft wachsen. Im Meer steht ein riesiger Felsen, deren Form wir alle unterschiedlich deuteten: Edi meinte, er sieht aus wie ein Kiwi ohne Kopf, ich meinte, es sieht aus wie ein Berg mit einer Kirche obendrauf und Carsten meint es sieht aus wie eine Ente.

Links hinter der Treppe war dann die eigentliche Cathedral Cove. Ein großes Felstor eröffnete den Weg in die benachbarte Bucht. Der Name ist ja daher sehr passend - Cove heißt Bucht und auch Gewölbe, und hier gab es ja nun beides, ein Felsgewölbe in einer Bucht. Auf der rechten Seite der
Bucht gab es noch eine Naturdusche, es plätscherte Wasser von der Felswand. Die Menge und auch der Wasserdruck übertrafen da manche Duschen hierzulande. Edi und ich ließen es uns nicht nehmen da mal durchzulaufen. So verbrachten wir eine Weile bei Sonnenschein am Strand, mussten uns aber bald auf den Rückweg machen, da wir ja noch Besuch erwarteten.

Achja, was auch sehr interessant war bei der kleinen Wanderung, waren die Vögel, die wir auf unserem Weg beobachteten. Da hat Mutter Natur schon ein paar seltsame Geschöpfe zustande gebracht.

Abends kamen Aranza und Wally mit Kindern sowie ihrem derzeitigen japanischen Farmarbeiter Yatsu und wir haben lecker gegrillt. Wally hatte sein Boot mitgebracht und somit stand für die Männer eine Angeltour auf dem Plan.


Ein Tag am Meer mit Aranza

Während die Männer zum Fischen aufs Meer fuhren, blieben Aranza und ich mit den Kindern an Land. Wir begleiteten die Männer noch zum Hafen. Catalina fand das alles ganz aufregend und lief am Strand hin und her.

Wir machten uns dann auf Richtung Norden nach Whitianga, einem weiteren Küstenort. Dort fuhren wir zum Buffalo Beach, einem langgezogenen Strand.

Dort ging ich dann endlich mal baden und das Wasser war angenehm kühl. Als es dann auch am Strand aufgrund aufgezogenen Wolken kühl wurde, fuhren wir auf die andere Seite vom Strand, wo noch die Sonne schien und machten ein Picknick.

Nächstes Ziel war der Hot Water Beach, der sich auf dem Rückweg nach Tairua befand. Auf dem Weg dorthin machten wir jedoch noch einen Zwischenstopp bei Wallys Bruder, welcher mit seiner Frau und seinen vier Kindern auch auf einer Farm lebt. Dort gab es eine Tasse Tee und Familientratsch.


Hot Water Beach

Der Hot Water Beach ist ein Strand, an dem es heiße Quellen gibt. Bei Ebbe kann man an einigen Stellen am Strand Löcher buddeln und diese füllen sich dann mit heißem Wasser und man kann ein Naturbad nehmen. Wenn man sich dazu diesen Strand mit den grün-gefleckten Felsen vorstellt, klingt das alles sehr schön und idyllisch.

Mein erstes Erlebnis an diesem Strand war jedoch nicht so prickelnd. Der Strand ist ziemlich lang gezogen und in der Mitte auf 20 Quadratmetern befinden sich mindestens 100 Leute. Einige haben schon ihr Loch gebuddelt und sitzen im Schlamm. Andere sind noch am buddeln. Alle äugen um sich und passen auf, dass ja niemand in "ihr" Wasserloch kommt. Und drumherum stehen noch ein paar andere Leute und gucken. Die Hälfte der Touristen haben deutsch gesprochen, wohl auch, weil dieser Strand in Reiseführern heiß empfohlen wird. Ich fand es jedenfalls ziemlich stressig dort und habe keine Lust gehabt, ein Loch zu buddeln. Vielleicht fahr ich im Winter nochmal her.

Wir haben uns dann etwas abseits vom Trubel in den Sand gesetzt. Die Männer wollten mit dem Boot auch zum Strand kommen. Leider konnten sie dort nicht anlegen. Wir sahen nur Yatsu vom Boot springen. Ihm bekam wohl die Bootsfahrt nicht so gut und wir sollten ihn mit dem Auto auf dem Landweg mit nach Hause nehmen.


Fishjagd
Teil 2 von Carsten

Schon während wir auf der Farm wohnten, sind wir ständig an Wally's schickem Boot vorbeigefahren und gehofft, dass es bald mal zu Wasser gelassen wird. Nun war es endlich soweit. Bewaffnet mit unseren Angeln und streng riechenden Fischködern haben wir uns mit Wally und Yatsu auf die Jagd
begeben.

Das Boot war ein relativ neues (und nicht gerade billiges) Aluboot mit Außenborder. Wir tuckerten also erstmal gemächlich aus dem Hafen ins offene Meer und kurz darauf spürten wir, was für eine Kraft der 150PS Motor entwickeln kann. Mit fast 50km/h preschten wir über das Wasser und klammerten uns am Boot fest, um nicht umherzufliegen. Manch einer mag denken 50km/h sind nicht viel aber das Wasser ist bei der Geschwindigkeit schon fast wie Beton und wenn das Boot über 2m Wellen düst, dann hebt man ab...und landet auch irgendwann wieder. Hart. Ed Stand/saß wie auf einem Hocker neben Wally und krallte sich an den Amaturen fest. Bei einer dieser Flugeinlagen allerdings knallte Ed erst gegen die Decke, dann auf den Hocker und denn wieder nach oben :-)

Nach 30 (anstrengenden) Minuten sind wir an ein paar vorgelagerten Inseln mit Riff angekommen. Dort versuchte Wally mit Hilfe des Fischsonars eine geeignete Stelle über dem Riff zu finden. Kurz darauf warfen wir den Anker und warfen unsere Angeln aus. Yatsu ging es dann auf einmal gar nicht mehr so gut und er entschied sich die Fische mit halbverdauten Lebensmitteln anzulocken... ;-)

Nach einiger Zeit biss dann auch der erste Fisch bei mir an - ein Snapper. Als Köder benutzten wir Fisch und Tintenfisch, wobei der Fisch aufgrund des höheren Anteils von Fischöl wohl schmackhafter zu sein scheint, denn diese Köder waren dauernd abgefressen. Bald darauf hatten auch Wally und Ed Snapper am Haken. Insgesamt haben wir leider nur 5 Snapper gefangen und ein paar andere zu kleine Fische.

Yatsu hatte sich in der Zwischenzeit schon in die Kabine gelegt, um mit seinem Gleichgewichtsorgan zu kämpfen...

Nach 5 Stunden Angeln bei bestem Wetter traten wir langsam den Rückweg an, da wir noch vor der Ebbe wieder zurück sein mussten. Zwischendurch riefen noch Doreen und Aranza vom Hot Water Beach an, mit denen wir uns treffen wollten, weil sie den Hausschlüssel hatten. Leider konnten wir wegen der Brandung nicht am Strand anlegen. Yatsu zog es während dessen vor, aus dem Boot zu springen und mit den Mädels den Rückweg über Land anzutreten. Anschließend sind wir zurück zum Hafen und haben das Boot auf den Hänger gebracht. Zu Hause angekommen gab es dann lecker gegrilltes und filletierten Fisch.

«zurück zur Übersicht