Da die Drei erst gegen 17:30 von der Gletscherwanderung zurückkehrten, haben wir uns bei Einbruch der Dunkelheit auf den Weg nach Haast gemacht was ca. 200km oder 2,5h entfernt lag.
Haast
Während der Fahrt wurde noch eben ein Backpackers klar gemacht („Wilderness Accommodation“), so dass wir nicht noch in der Nacht groß rumsuchen mussten. Das Backpacker war eigentlich ganz nett. Am Empfang saß der Manager
(?) und hat uns eingecheckt. Etwas urig war er schon und hat dauernd vor sich hingeplappert, Tipps gegeben und sich dauernd wiederholt. Später am Abend entwickelte sich das Urig aber etwas in Richtung "Ja,ja...was willst Du von mir?".
Nach unserem Dinner haben wir natürlich unsere Sachen abgewaschen aber irgendwer anders noch nicht und so standen dort noch einige Teller und Töpfe. Auf jeden Fall kam der "Herbergsvater" angeschlichen um alles noch mal zu checken nehm’ ich an (die Küche schloss um 22.00 Uhr und es war 21.45 Uhr) und fing langsam an rumzunölen, dass wer nicht abgewaschen hat und dass man doch die Küche sauber verlassen soll.
Ich hab das mal mit beiläufigem Nicken bestätigt und gesagt dass wir unsere Hinterlassenschaften gerade beseitigen wie er sieht. Dann fing er aber an, und ich glaube er meinte uns damit, dass es ja keine gute Einstellung wäre nur immer nur an sich zu denken und er sei nicht die Mutter von den Backpackern und räume ihnen nicht hinterher und wenn Morgen noch dreckiges Geschirr hier sei, dann drehe er einfach den Gashahn zu und denn gibts eben kein Frühstück. So einfach ist das.
Irgendwann war es mir dann zu dumm, wenn er das dringende Bedürfnis hat Leute zu erziehen, sich dauernd über die schlechten Manieren von Backpackern aufregt und keine Lust hat ab und an aufzuräumen, sollte er kein Backpacker führen und sich einen anderen Job suchen. Auf jeden Fall war ich nach ein paar Minuten Prädigen soweit das ich ihm fast ein:
"Bin ich etwa die Mutter von Deinen verschissenen Backpackern und soll denen hinterherwaschen? Was erzählst Du mir das, erzähl das denen die nicht abgewaschen haben und außerdem isses mir scheißegal ob Du morgen das Gas abdrehst, weil ich brauch eh nur den Toaster! Davon mal abgesehen hab ich $25 bezahlt für Übernachtung und Benutzung der Einrichtung also lass gefälligst das Gas an. Von einer Erziehungprädigt sowie blödsinniger Gruppenbestrafung von Leuten die sich nicht kennen und Morgen sowieso weiterreisen, steht auch nichts im Lonely Planet."
...an den Kopf geworfen hätte. Aber was macht man nicht für den Hausfrieden? (Weiternicken und ignorieren ;-) ).
Eine eingeschränkte Empfehlung also für dieses Hostel/Motel. Die Einrichtung war gut und sauber aber der Herbergsvater kann anstrengend werden auch wenn er sonst einen netten und hilfsbereiten Eindruck gemacht hat.
Arawhata
Am nächsten Tag wollten wir 30km an der Küste lang und dann am Arawhata River Richtung Inland nach Arawhata zu fahren. Irgendwo auf der Gravel Road (Schotterstraße) Richtung Arawhata wurde unser Ausflug jedoch beendet, da dort ein kleiner Bach über den Weg ging, der mit Geröll den Weg blockierte. Ohne einen Jeep wäre es nicht ohne Auspuffverlust weitergegangen, was ich jedoch vermeiden wollte. Trotzdem befanden wir uns natürlich schon die ganze Weile in einer "wieder einmal" herrlichen Landschaft und haben uns dort satt gesehen.
Anschließend ging es zurück nach Haast, um von dort die "6" über den Haast Pass entlang am Mt. Aspring Nationalpark nach Wanaka zu nehmen. Auch hier Landschaft satt...und als dann am Lake Wanaka und den Nachbarsee Lake Hawea entlang gefahren sind...ich sag nur: "Jeder Blick ein Poster".