Ames Room
Parallel und trotzdem schief...
Blick vom Mt Iron
Ufer am Lake Wanaka
Komische bunte Welt
21.08.2006 von Doreen

Von Queenstown ging es weiter nach Wanaka, das ist ein kleiner Ort (ca 3500 Einwohner) ungefähr 2 Stunden nordwestlich von Queenstown. Auch Wanaka liegt an einem See, dem Wanaka See – und es fast zu erraten, es ist der viertgrößte See Neuseelands. Der Ort liegt ebenfalls in den Bergen und ist ein beliebtes Ziel von Skifahrern, aber bei weitem nicht so populär wie Queenstown. Und somit ging es hier wesentlich ruhiger und entspannter zu.

Eine Attraktion der Stadt ist die „Puzzling World“ – eine Art Ausstellung voller kniffliger Spiele und optischer Täuschungen. (Grüße an Sonja, du hast mir mal davon erzählt). Auf den Tischen in der Eingangshalle waren alle möglichen Puzzle-, Gedulds-, Geschicklichkeitsspiele (oder wie auch immer sie heißen) ausgelegt und an den meisten der Tische saßen auch ein paar Leute, jeden Alters von Kindern bis Rentnern, und spielten bzw. knobelten. Das war eine sehr interessante Stimmung: absolute Stille und ab und zu ein Geräusch, wenn ein Holzklotz auf den Tisch gelegt wurde oder herunterfiel. Dann gab es eine Hologramm-Ausstellung, die war ganz nett, aber nicht soo spannend. Viel interessanter war der Ames Room mit seinen optischen Täuschungen. Je nach dem in welcher Ecke man stand, war man ein Zwerg oder ein Riese. In einem weiteren Raum waren 168 Modelle von Gesichtern an den Wänden angebracht und wenn man durch den Raum geht, drehen sich alle Köpfe in die Richtung des Betrachters. Beim Betreten des Tilted House gerät dann der Gleichgewichtssinn aus der Bahn. Der Boden des Raumes hat einen Anstieg, aber optisch ist es gerade bzw hat einen Anstieg in die andere Richtung – und so floß z.B. Wasser aufwärts und wir torkelten durch die Gegend und mussten uns festhalten, dass wir nicht umfallen. Das war komisch. Zum Schluß gingen wir noch in den „Maze“ (Irrgarten). Dort musste man seinen Weg zu den 4 Türmen finden und wieder zurück zum Ausgang. Nach 3 Türmen und 45 Minuten gab ich auf (es gab Notausgänge). Karolina kämpfte sich tapfer durch.

Gegenüber der Puzzling World ist der Mount Iron gelegen und ein Rundwanderweg führt über den Gipfel. Da dies die höchste Erhebung in unmittelbarer Nähe von Wanaka ist, hat man von dort einen Überblick über die Stadt, den See und das Umland. Den Tag beendeten wir mit einem Spaziergang am See. Wenn man nicht direkt am Ufer entlang geht, sondern den Gehweg an der Straße nutzt, erfährt man einige geschichtliche Daten, begonnen im Jahr 0000, anfangs sehr allgemein und weltweit (z.B. Daten von Schlachten und Kriegen, Verträgen, Hochzeiten von Königen usw.). Ab dem 19. Jahrhundert wird es dann aber auch sehr lokal (z.B. Gründung des Wanaka Pony Clubs). Die Informationen sind auf Fliesen geschrieben, welche den Fußweg begrenzen, der in geschlängelter Form zum Zentrum führt. Das ganze war ein Projekt zur Jahrtausendwende und endet somit im Jahr 2000.

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