Unser nächster Stop war in Queenstown, einer kleinen Stadt (knapp 10.000 Einwohner) am Lake Wakatipu gelegen. Queenstown scheint für Touristen gemacht sein, denn die Innenstadt ist voll von Souvenir- und Outdoorläden, Bars und Kneipen und der Rest der Stadt besteht zum Großteil aus Hotels und Jugendherbergen. Queenstown ist sehr bekannt für Bungee Jumping und außerdem das Paradies für Skifahrer. Da wir keine dieser Aktivitäten beabsichtigten, statteten wir uns bei der Tourist-Information mit einer Umgebungskarte mit eingezeichneten Wanderwegen aus, holten unseren Mietwagen ab und verließen erstmal die Stadt und fuhren Richtung Westen in die Berge zum Moke Lake. Das ist ein kleiner hufeisenförmiger See, um den ein Wanderweg führt. Hier war es menschenleer und wir genossen die Stille und die Natur.
Warum wir Mountain Bike Parkure nicht mögen
Für den Nachmittag hatten wir dann eine kleine Wanderung am Lake Wakatipu geplant. Der Lake Wakatipu ist der drittgrößte See Neuseelands, etwa 80 km lang und bis zu 380 m tief. Der See hat eine sehr interessante S-Form – er führt einige Kilometer von Norden nach Süden, schlägt dann einen Haken nach Osten und richtet sich nach einigen weiteren Kilometern wieder nach Süden. An diesem zweiten Knick liegt übrigens auch Queenstown und dort inetwa machten wir uns auf den Weg. Wir liefen zuerst am Ufer entlang. Dann führte der Weg bergauf und in den Wald und dann in einen Mountain Bike Parkur. Der Weg gabelte sich des öfteren ohne irgendwelche Beschilderung und als wir nach einer Weile das Gefühl hatten, im Kreis zu laufen, kehrten wir besser um. Nach etwa einer halben Stunde weiterer Waldwanderung stellten wir fest, dass wir wirklich im Kreis liefen und genau an der Stelle angekommen waren, an der wir beschlossen hatten umzukehren. Das war nun etwas frustrierend. Wir ließen uns nun von unserem Instinkt leiten und bogen an allen Gabelungen immer in die Richtung ab, von der wir glaubten, dass sie zum See führt. Letztendlich erreichten wir auch eine Bucht, die gleichzeitig das Ende unseres ursprünglich gewählten Wanderwegs war. Von dort beschlossen wir auf der Straße entlang zurück zum Auto zu gehen und uns nicht nochmal durch den Irrgarten der Mountain Biker zu kämpfen.
Im Anschluss an dieses Abenteuer fuhren wir durch Queenstown und dann am Frankton Arm entlang, das ist ein Ausläufer des Sees in den der Kawarau River mündet. Auf der anderen Seite des Frankton Arms gelangt man auf eine Halbinsel, von der wir uns dann bei einem Strandspaziergang Queenstown in der Dämmerung anschauen konnten.